AKTUELLES

Delegiertentagung und Mitgliederversammlung in Würzburg 25.-27.3.2019

Der neu gewählte Vorstand (von links nach rechts):

Hubertus Lieberth, Susanne Schuhmacher Godemann, Judith Seipel, Sabine Feldmann, Martin Holzner-Kindlinger

 

Erstmals mehr Frauen als Männer im Vorstand.

Der „Berufsverband der Pastoralreferent*innen Deutschlands e.V.“ (BVPR) hat im Rahmen seiner Frühjahrstagung vom 25.-27.03.2019 im Würzburger Exerzitienhaus „Himmelspforten“ turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt:

Als ersten Vorsitzenden bestätigten die 36 Delegierten Martin Holzner-Kindlinger aus dem Erzbistum München und Freising. Ebenfalls bestätigt wurde als Kassenwartin Sabine Feldmann aus dem Bistum Augsburg. Neu in den Vorstand gewählt wurden als zweiter Vorsitzender Hubertus Lieberth (Erzbistum Bamberg), als Schriftführerin Judith Seipel (Erzbistum München und Freising) sowie als Beisitzerin Susanne Schuhmacher-Godemann (Bistum Limburg). Nach dieser Wahl ist der Vorstand des BVPR erstmals in seiner Vereinsgeschichte mehrheitlich weiblich besetzt.

Delegierte für den Theologischen Beirat

Zur Mitarbeit im beratenden Gremium, dem „Theologischen Beirat“, zu dem fünf Professor*innen - Prof. Dr. Christian Bauer, Pastoraltheologe, Universität A-Innsbruck, Prof. Dr. Hans-Joachim Sander, Dogmatiker, Universität A-Salzburg, PD Dr. Hildegard Scherer, Exegetin, Theologische Hochschule CH-Chur, Prof. Dr. Michael Schüßler, Pastoraltheologe, Universität Tübingen, Prof. Dr. Kim de Wildt, Liturgiewissenschaftlerin, Universität Bochum - gehören, wurden von der Versammlung gewählt:
Konstantin Bischoff (Erzbistum München und Freising), Esther Göbel (Erzbistum Berlin), Hubert Schneider (Erzbistum Köln), Marcus Schuck (Bistum Würzburg) und Andrea Trautmann (Bistum Rottenburg-Stuttgart).

Alle Ämter werden von den gewählten Pastoralreferent*innen ehrenamtlich ausgeübt und gelten für die Dauer von drei Jahren.

 

Was noch beschlossen worden ist:

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch die Änderung des Vereinsnamens in „Berufsverband der Pastoralreferent*innen Deutschlands e.V.“ beschlossen und eine Geschlechterparität in den Vorstandsaufgaben in die Satzung aufgenommen.
In den inhaltlichen Diskussionen wurde deutlich, dass sich der BVPR in dem von den deutschen Bischöfen angestrebten „synodalen Weg“ als Gesprächspartner deutlich und mit theologischer Stimme einbringen möchte, um in der von Glaubwürdigkeit und Missbrauchsskandal gebeutelten Kirche notwendige Schritte mutig zu beschreiten. Auch die Zukunft unserer Gemeinden und darin die Frage der Delegation von Leitung innerhalb der größer werdenden Seelsorgeverbände war Thema der Diskussion.

Ausblick:

Das nächste Treffen wird eine mit den österreichischen Kolleg*innen vorbereitete Tagung vom 5.-6.11.2019 in Salzburg zum Thema „Auf dem rechten Auge blind?“ Sehhilfen für den Umgang mit der neuen Rechten in der Pastoral.

 

Ergänzende Zahlen zur Berufsgruppensynopse

In den deutschen Bistümern sind 3114 Theolog*innen als Pastoralreferent*in tätig, 44,9% sind Frauen. Der „Berufsverband der Pastoralreferent*innen Deutschlands e.V.“ (BVPR) wurde 2009 gegründet in der Nachfolge der 1979 initiierten Arbeitsgemeinschaft. Im BVPR sind etwa 77% aller Pastoralreferent*innen Mitglied.

Mit der kontinuierlichen Jahresstatistik der Deutschen Bischofskonferenz für das Jahr 2017 können nun einige fehlenden Angaben in unserer Berufsgruppensynopse ergänzt werden.

Zur Statistik

 

Delegiertentagung in Hamburg 19.-21.11.2018

Unsere Delegiertentagung startete mit einem Kulturprogramm, zu dem uns unsere beiden Hamburger Kollegen zu Fuß in einem Bogen um das Ansgarhaus führten und markante Hamburger Orte erleben ließen. Nach einem kalten Rundgang um die Elbphilharmonie gab es ein Hamburger Abendessen und den Großteil der Runde aus den Diözesen im Speicherstadtmuseum.


Den Studienteil der Tagung gestalteten Mitglieder des Theologischen Beirats mit vier Workshops zum Thema „Leitung“. Aktuell mit eingeflossen ist dabei die Frage nach dem Klerikalismus – bei Priestern und auch bei Pastoralreferent*innen. Mit unterschiedlichsten Methoden und Medien kam es in allen Gruppen zu regem Austausch, der sich bis ins Plenum als spannend erwies.
Im Gespräch mit dem Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim, betonte er u.a. die Notwendigkeit einer Bewusstseinsveränderung in den Gemeinden. Es könne keine Lösung sein, dass der Pfarrer durch einen Pastor, PR oder GR ersetzt werde. Eine Lösung könne auch nicht von oben vorgegeben werden, sondern müsse miteinander gesucht und gefunden werden.


Der Konferenzteil brachte die noch ausstehenden Infos aus den Diözesen, die Berichte unserer Gäste vom Berufsverband der Gemeindereferent*innen, von der IPRI (Interessierte am Beruf PR), und von der KMA (Konferenz der Mentor*innen und Ausbildungsleiter*innen). Außerdem waren die weiteren Schritte des Berufsverbands und die Planung für das kommende Jahr Thema. Intensiv diskutiert wurde der Antrag von Kolleg*innen aus Aachen, der Berufsverband solle sich zur Missbrauchsthematik äußern und seine Bereitschaft zur Aufklärung deutlich machen. Der BVPR wird an der aktuellen und wichtigen Thematik dranbleiben und im Frühjahr in Würzburg weitere Schritte beschließen.
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Zwischenruf: "Pastoraler Strukturwechsel braucht unsere theologische Kompetenz"

"Weltweit ist die Kirche grundlegenden pastoralen Veränderungen ausgeliefert. Was bisher selbstverständlich war, ist nicht mehr selbstverständlich. Die Komplexität gesellschaftlicher Abläufe steigt und verursacht Identitätskrisen in allen Lebensbereichen. Wir erleben hautnah vor Ort, dass eine bestimmte Sozialform von Kirche an ihr Ende kommt. Gleichzeitig erlebt die Kirche in der Gesellschaft z.B. durch Papst Franziskus und beim Thema Migration eine große Bedeutungssteigerung."

 

So beginnt ein Zwischenruf zum pastoralen Strukturwechsel, den der BVPR den deutschen Bischöfen und den Diözesanverantwortlichen versandt hat. Weiters schreiben wir:


"Wir halten diese gesellschaftlichen und kirchlichen Identitätskrisen für eine theologische Herausforderung. In der jahrzehntelangen Suche nach unserer Berufsidentität bei gleichzeitig ständig steigender pastoraler Komplexität haben wir Theologie als entscheidende Ressource erlebt. In unseren Augen hilft Theologie Kirche und Gesellschaft in diesen Identitätskrisen zu bestehen."


Angeregt durch die Delegiertentagung in München entstand ein "One-Page-Statement" zum pastoralen Strukturwechsel. Eine Überarbeitung im theologischen Beirat wurde bei der Delegiertentagung in Ludwigshafen verabschiedet.

 

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Pastoraler Strukturwechsel braucht unsere theologische Kompetenz
Zwischenruf des BVPR an die Bischöfe und Diözesanverantwortlichen
Stand: 7.4.18
2018 pastStrukturwechsel braucht theolKo
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Fortbildung in Ludwigshafen

Jede Generation hat ihre große Erzählung. Von ihr
versteht sie sich selbst und die ganze Welt. Auch
jede Generation von Pastoralreferentinnen und Pastoral referenten hat ihre eigenen Movationen, Lieblingsthemen und Herausforderungen. Allen gemeinsam ist, dass sie Theologie studiert und sich für diesen Beruf entschieden haben, alles weitere ist so bunt und vielfälg, dass auch mit Blick
auf die Berufsgruppe die Frage gilt: Wer bin ich – und wenn ja: wie viele?
Unsere große Fortbildung vom 19. - 21. März 2018 in Ludwigshafen brachte verschiedene Generationen von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten auf eine kreative und zukuntsweisende Weise ins Gespräch. Generation 1968 traf Generation Y traf ??? Viel wurde gesprochen und diskutiert, lustvoll und engagiert - in Kleingruppen und Alterskohorten, beim Frühstück und Abendbier…. Die spannende Zukunftsfrage der Fortbildung in einer epochal neuen Situaon von Kirche und Gesellschaft lautete: Wofür brenne ich theologisch – und was ist ein gemeinsames existenzbegründendes Narrav der Berufsgruppe?
In vielen Gesprächen und gemeinsam mit den Professorinnen und Professoren aus dem Theologischen Beirat Prof. Dr. Christian
Bauer, Prof. Dr. Sabine Bieberstein und Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn wurde deutlich, dass es das eine Narrativ der Berufsgruppe wohl nicht gibt oder zumindest schwer zu fassen ist.
Die vielen Gespräche und vor allem die vielen kleinen Geschichten aber beweisen: Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind Theologinnen und Theologen, die die ihre im Studium gewonnene Theologie täglich neu in der Praxis erproben und aus
der daraus gewonnenen Kompetenz leben. Einige der kleinen Geschichten veröffentlichen wir Stück für Stück hier.
Genau das macht sie im gegenwärgen Transformationsprozess der Pastoral unverzichtbar. (kb)

 

Zur Fortbildung ist ein Artikel auf www.feinschwarz.net erschienen. Zum Artikel

 


Synopse online

2016 und 2017 haben die Delegierten unseres Berufsverbandes aus 20 deutschen Diözesen gemeinsam mit Verantwortlichen aus ihrem jeweiligen Bistum Zahlen und Fakten zu Tätigkeitsfeldern, Ausbildung, Rahmenbedingungen des Berufs Pastoralreferent gesammelt. Nun sind alle diese Zahlen zusammengestellt und können hier angesehen werden, zum Vergleich, zur Anregung und zur Weiterarbeit.


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