AKTUELLES

50 Jahre Pastoralreferent*innen als Themenschwerpunkt von "Lebendige Seelsorge" 2021/4

Im Echter Verlag ist in der Reihe „Lebendige Seelsorge“ eine Ausgabe mit dem Thema 50 Jahre Pastoralreferent*innen erschienen.

Die Beiträge weisen eine unverkennbare Handschrift des Theologischen Beirats des BVPR auf. Ehemalige und aktuelle Mitglieder schreiben.

 

"Pastoralreferent*innen sind mehr als nur bezahlte Ehrenamtliche. Sie sind kirchliche Amtsträger*innen ohne Weihe (aber mit bischöflicher Sendung), die Liturgien vorstehen und mit Geflüchteten arbeiten, Gemeinden leiten und Predigten halten. Sie begleiten junge, mittelalte und alte Menschen in Pfarrgemeinden, der Klinikseelsorge und anderswo. Sie veranstalten Surfexerzitien, stellen Kirchenbänke in Parkanlagen und öffnen Kirchen in den Stadtteil. Und sie werden in diesem Jahr 50 Jahre alt. Mehr als ein Grund also für ein genauso lebendiges und pfiffiges, kritisches und aufmüpfiges Geburtstagsheft der Lebendigen Seelsorge." wie Christian Bauer im Editorial schreibt.

Ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
* Das kirchliche Amt der Pastoralreferent*innen (Sabine Demel)
* Pastoral als Brotberuf (Hildegard Scherer)
* Pastoralreferent*innen – unvermeidlich ein Tabubruch. Über die Kreuzkusins/kusinen des kirchlichen Amtes (Hans-Joachim Sander)
* Geschwisterliches Ungehorsam. Eine neue liturgische Wirklichkeit (Kim de Wildt)
* Verrat an berufenen Personen und sakramentalen Gegebenheiten (Ottmar Fuchs)

* Wir sind die Neuen (Essay von Christiane Florin) - zum Download
* Auf die Haltung kommt es an. Empirische Einblicke in den Beruf der Pastoralreferent*innen (Konstantin Bischoff)
* Zwischen diözesanen Eigeninteressen und Zentralisierungsbestrebungen. Die Anfänge des Berufs der Pastoralreferent*innen von den ersten Einstellungen (1970) bis zur Verabschiedung der Grundordnung (1977) (Andreas Henkelmann)

* Veränderung und andere Irritationen (Ruth Schmitz)

* Von der Pfarrei zur Sozialpastoral (Pia Arnold-Rammé)
* Gut, dass es Sie gibt! Ein Gespräch mit Bischof Georg Bätzing

 

Wir empfehlen die Lektüre der anregenden und spannenden Beiträge. Vielleicht gelingt es ihnen die Diskussion um Dauerbrenner wie „geistliches Amt (nach can. 145 CIC)“, Predigt, Beerdigung und andere neu zu beleben. Herzlichen Glückwunsch!

Infos zum Bezug der Ausgabe, vielleicht mag die Eine, der Andere ein Abonnement abschließen.

 



Diese Stellungnahme wurde von der BVPR Delegiertentagung am 16.3.2021 beschlossen.


Pastoralreferent*innen als amtliche Prophet*innen

Der Innsbrucker Pastoraltheologe Christian Bauer sieht in einem Denkanstoss die Pastoralreferent*innen als amtliche Prophet*innen: „Auf dem Boden der Volk-Gottes-Ekklesiologie des Zweiten Vaticanums lässt sich das kirchliche amt der Pastoralreferent*innen als eine spezifische Ausprägung des prophetischen Amtes Christi in seiner besonderen Form („Martyriat“ verstehen, das dem übrigen Volk Gottes („Mit euch“) in dienender Weise genübersteht („Für Euch“) und perspektivisch in ein eigenes Weiheamt überführt werden könnte.“
Wir empfehlen die Lektüre des Denkanstosses, den uns der Autor freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Zum Denkanstoß


Seelsorge angesichts der Corona Pandemie.

 

Dokumentation einer empirischen Umfrage unter den pastoralen Berufsgruppen im November 2020.

 

Herausgegeben vom Berufsverband der Pastoralreferent*innen Deutschlands e.V.

Vom 2.11. bis 13.12.20 konnten pastorale Mitarbeiter*innen an einer Umfrage des BVPR teilnehmen.

 

Nun liegt die Auswertung der 384 Datensätze vor. Sie kann eine Schlaglichter setzen für die Reflektion der Pastoral.

 

Nähere Informationen


Reicht beten?

Mit diesem Positionspapier wollen wir als demokratisch legitimierte Verbandsvertreter*innen zu zwei Entwicklungen des Synodalen Wegs kritisch Stellung beziehen.

Mehr


Eine traurige Nachricht:

Leo Karrer ist verstorben.

Foto: Vera Rüttimann
Foto: Vera Rüttimann

Leo war Pastoraltheologe in Fribourg/CH, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Pastoraltheologie und Vorsitzender der Europäischen Gesellschaft für Theologie.
Aber er war weit mehr als das: ein wunderbarer Mensch mit offenem Herzen und freien Geist – und, ja, auch ein theologischer Grandseigneur, dessen zugewandtes und zutiefst lebensfreundliches Christsein andere zum aufrechten Gang anstiftete. Ohne ein dünkelhaftes Ressentiment sprach er gerne von charismatischer Dreistigkeit, die Christinnen und Christen ihrer Kirche und Welt schuldig seien. Seinem Namen hat er als Zeuge nachkonziliarer Kirchengeschichte dabei immer wieder alle Ehre gemacht: als nötigenfalls kämpferischer Löwe und als stets dienstbereiter Kärrner.
Ich durfte Leo im Theologischen Beirat des BVPR als einen altersweisen Zeitgenossen kennenlernen, der dem jungen Kollegen stets mit aufmerksamen Wohlwollen begegnete. Sein vorletztes Buch brachte dies ebenso sinnenfrohe wie widerspenstige Grundhaltung auf den Punkt: Christsein als „Glaube, der das Leben liebt“ ermöglicht den „Mut zu wahrer Menschlichkeit“.
Möge seine Zukunft „eingebunden sein in das Bündel des Lebens“ (1 Samuel 25,29)!
Christian Bauer, Innsbruck

 

Weitere Würdigungen


Transparenz und Unabhängigkeit

Die Vorgänge im Erzbistum Köln um das zurückgezogene Gutachten haben die Synodalen der Berufsverbände der Gemeinde- und Pastoralreferent*innen zu einer Stellungnahme veranlasst. Mehr dazu