1978 trafen sich erstmals Pastoralreferent*innen diözesanübergreifend, um eine dauerhafte Zusammenarbeit zu überprüfen. Zu diesem Zeitpunkt stand die Veröffentlichung der ersten Rahmenordnung an. Die Vertretreter*innen gaben eine Stellungnahme dazu ab. Sie entwickelten weiters eine Satzung, die 1979 zu einer Gründung der "Arbeits-Gemeinschaft der diözesanen Zusammenschlüsse der Pastoral-AssistentInnen und Pastoral-ReferentInnen in der Bundesrepublik Deutschland" (AGPR) führte.

 

Seit 1971 wurden Diplomtheolg*innen als Pastoralreferent*innen eingestellt. Anfangs in vereinzelten Bistümern, aber es folgten weitere. Bereits 1990 wurden die Kontigente an zu beschäftigende Theolog*innen vielfach überschritten. Obwohl die Tätigkeit der Pastoralreferent*innen vielfach geschätzt worden ist, äußerten einige Bischöfe weiterhin Bedenken: "Damit können wir keine Priester gewinnen, weil es einen einfacheren Weg gebe." - "Eigentlich benötigen mehr Diakone." - "Laien sind keine Seelsorger" etc. 

1985 bestand eine große Schere zwischen interessierten Theolog*innen und geronger werdenden Anstellungszahlen. Die Bischofskonferenz benannte dies mit dem sogennanten "Theologenberg". In den ersten Jahren der 2000er Jahre führten stagnierende Finanzmittel mancherorts erneut zu Einstellungsstopps sowie Schließung von Ausbildungszentren. Der längste Anstellungsstopp einer Diözese betrug 15 Jahre.


Diese Entwicklungen verdeutlichten der AGPR, dass es eine neue organisatorische Struktur mit gestärkten Möglichkeiten benötigt. Damals schienen beispielsweise 30,00 DM pro Diözesangruppe (!) sowie Übernahme der Tagungskosten durch die jeweilige Diözese als ausreichend. Die Notwendigkeit eines Beirates mit wissenschaftlicher theologischer Expertise wurde formuliert sowie ein Rechtsträger benötigt. So wurde 2007 der Trägerverein der AGPR e.V. gegründet. In diesem Trägerverein konnten allerdings nur Einzelpersonen Mitglied werden. Die Mitgliedergewinnung gestaltete sich jedoch schwieriger als erhofft, etwa 170 zahlende Mitglieder konnten gewonnen werden. Dies führte zu einer Fusionierung von AGPR und Trägerverein zum BVPR.

 

2009 wurde unser Berufsverband als eingetragener, gemeinnütziger Verein gegründet. Dieser hat einen Vorstand aus bis zu 8 Personen, der möglichst geschlechtsparitätisch besetzt wird. Zur Unterstützung arbeitet - derzeit vakant - ein*e Verbandsreferent*in.


Bis zu 4 Delegierte aus jedem Mitglieds-Diözesanverband (Berufsverband, Berufsgruppe, MAV - je nach diözesaner Organisationsstruktur) treffen sich 2x jährlich zu BVPR-Delegiertentagungen (ca. alle 3-4 Jahre internationale Tagungen und Studientagungen). Aktuell sind ca. 2200 Kollegen und Kolleginnen Mitglied im Berufsverband.

 

2008 wurde ein Theologischer Beirat eingerichtet, dem sowohl Wissenschaftler*innen verschiedener theologischer Fachrichtungen angehören, als auch Delegierte des Berufsverbandes.